SECO: die Vision eines Lösungsunternehmens für KI am Edge

Da sich das Jahr 2025 dem Ende zuneigt, tritt SECO in eine entscheidende Phase seines Wachstums- und Transformationsprozesses ein.

In dieser Phase konsolidiert das Unternehmen seine Positionierung als Lösungsanbieter für Edge AI mit einer Strategie, die Hardware, Software und Mehrwertdienste vereint — ein End-to-End-Technologieangebot, das darauf abzielt, die Einführung von künstlicher Intelligenz in industriellen Geräten zu beschleunigen. In diesem Gespräch teilt Massimo Mauri, CEO von SECO, seine Vision darüber, wie KI die Industrie umgestaltet und wie SECO sich auf 2026 vorbereitet, wenn das Unternehmen neue Infrastrukturen und Lösungen für Edge AI einführen wird. Vom Clea-Software-Framework bis zum Application Hub, unterstützt durch eine solide Hardware-Roadmap und Partnerschaften mit globalen Akteuren wie Intel, Qualcomm, NXP und Raspberry Pi, bietet SECO einen End-to-End-Ansatz, der die Entwicklung und Bereitstellung von KI-Anwendungen direkt am Edge vereinfacht.

„Künstliche Intelligenz stellt einen Wendepunkt dar, der mit dem vergleichbar ist, was das Internet vor dreißig Jahren gebracht hat: Sie wird die Art und Weise, wie wir arbeiten und produzieren, grundlegend verändern. Dennoch ist ihre Einführung in der Industrie noch begrenzt“, bemerkt Massimo Mauri, CEO von SECO. Seit seinem Eintritt in das Unternehmen im Jahr 2016 hat Mauri einen Wachstumspfad geleitet, der die Organisationsstruktur von SECO gestärkt und seine internationale Präsenz erweitert hat, was in der Börsennotierung des Unternehmens im Jahr 2021 gipfelte. Heute wird SECO mit einem Umsatz von rund 200 Millionen Euro als einer der Hauptakteure der Branche anerkannt. Laut Mauri ist das Haupthemmnis für die Verbreitung von KI in der Industrie der hohe Grad an Anpassung, der erforderlich ist, was die Entwicklung spezifischer Anwendungsfälle für jeden vertikalen Markt erfordert. „Genau hier macht SECO den Unterschied. Dank eines End-to-End-Angebots und eines soliden Partner-Ökosystems können wir diese Lücke schließen und die Einführung von KI in der Industrie beschleunigen.“ Mit dieser Vision positioniert sich SECO heute als Lösungsanbieter in einem sich schnell entwickelnden Markt. „KI, die am Edge angewendet wird, stellt einen Paradigmenwechsel dar, der die Art und Weise, wie Unternehmen Anwendungen auf Geräten entwerfen und bereitstellen, neu definiert“, fügt Mauri hinzu. „Ab Januar 2026 wird SECO das erste Unternehmen weltweit sein, das eine vollständige Infrastruktur bereitstellt, die es Kunden ermöglicht, künstliche Intelligenz direkt am Edge zu integrieren — einfach und nahtlos.“

KI am Edge vereinfachen

Um künstliche Intelligenz in der Industrie wirklich zugänglich zu machen, hat SECO ein integriertes Ökosystem aufgebaut, in dem Hardware, Software und Dienstleistungen zusammenarbeiten, um die Komplexität zu reduzieren und die Einführung von KI zu erleichtern. Die Reise beginnt mit dem Konfigurationsboard, der Grundlage von HMI-Systemen wie dem Modular Vision, einem der Flaggschiffprodukte von SECO. Von hier aus können Benutzer auf das Clea-Software-Ökosystem, den Application Hub — die zentrale Plattform, die KI-Anwendungen hostet — und das Developer Center, das technische Dokumentationsportal für Entwicklung und Integration, zugreifen. OEMs können das Clea-Framework kostenlos herunterladen, sich mit ihrer SECO-ID anmelden und den Bereitstellungsprozess starten. Sobald die gewünschte Anwendung ausgewählt ist, erfolgt die Installation mit einem einfachen Doppelklick, was ein echtes „Plug & Play“-Erlebnis bietet. Entwickler und Integratoren haben auch Zugang zu Anleitungen, Bibliotheken und Anpassungstools und können sogar ihre eigenen Apps in einem HMI-integrierten Store veröffentlichen, sodass Endbenutzer neue Funktionen so einfach installieren können wie das Herunterladen einer App aus dem Google Play oder dem Apple App Store.

Ein Ökosystem für Entwickler: Developer Center und Application Hub

Das Developer Center ist SECOs neue Online-Referenzplattform für Entwickler, die innerhalb des SECO-Ökosystems arbeiten. Es ist darauf ausgelegt, umfassende Unterstützung zu bieten und stellt einen weiteren Schritt in SECOS Strategie dar, Edge AI zu ermöglichen, und ergänzt den kürzlich eingeführten Application Hub. Zusammen schaffen diese beiden Tools einen End-to-End-Weg, der das Design, die Entwicklung und die Bereitstellung von KI-basierten Lösungen vereinfacht. Der Application Hub dient als echter Marktplatz für Anwendungen und erleichtert die Entwicklung und Bereitstellung von KI auf Edge-Geräten. Es ist ein ständig wachsender Katalog mit Apps für eine Vielzahl von Sektoren — von der industriellen Automatisierung und Medizin bis hin zu intelligenter Mobilität und Einzelhandel — der alle datengesteuerten Servicebedürfnisse abdeckt. Das Developer Center, eng integriert mit dem Application Hub, bietet technische Informationen und praktische Anleitungen für einen reibungslosen Übergang von der App-Auswahl zur Implementierung. Es fungiert als zentrales Repository von Ressourcen, das darauf abzielt, die Markteinführungszeit zu verkürzen, und bietet Hardware- und Softwaredokumentation — einschließlich Datenblätter, BSPs, SDKs und OS-Images — sowie „Get Started“-Anleitungen, Tutorials und Materialien für Evaluierungskits. Die Plattform enthält auch spezielle Inhalte zu Clea, SECOS Software-Framework, das Tools und Ressourcen für die Verwaltung von KI-basierten Geräten und Anwendungen integriert.

Clea: das Software-Framework, das Daten in Wert verwandelt

Clea ist SECOS Software-Framework, das industriellen Herstellern helfen soll, Daten, die von Feldgeräten gesammelt werden, in wertschöpfende digitale Dienste zu verwandeln. Im Zentrum dieses Ökosystems steht Clea OS, ein hardwareunabhängiges eingebettetes Betriebssystem basierend auf Yocto, das nun der Standard für alle neuen SECO-Produkte ist. Clea OS vereinfacht das Flottenmanagement und ermöglicht die sichere und effiziente Orchestrierung von Daten und Anwendungen. Zu den Hauptmerkmalen gehören OTA-Updates, KI-Workload-Management und Cybersicherheitstools, die die Einhaltung von Vorschriften erleichtern.

Mit Clea können Unternehmen sich in Richtung As-a-Service-Geschäftsmodelle entwickeln und durch das Management des Gerätelebenszyklus und die Monetarisierung von Daten wiederkehrende Einnahmen generieren. „Clea wurde entwickelt, um nahtlos mit SECO-Hardware zu integrieren“, erklärt Mauri, „aber es kann auch unabhängig übernommen werden. Diese Flexibilität ist entscheidend in einem Markt, der sich in zwei Richtungen bewegt: einerseits die zunehmende Nutzung von KI zur Verbesserung der Prozesseffizienz und -qualität; andererseits der zunehmende Fokus auf Cybersicherheit, auch getrieben durch aufkommende Vorschriften wie die Radio Equipment Directive (RED) und den Cyber Resilience Act (CRA). Gleichzeitig transformieren viele Unternehmen ihre Geschäftsmodelle — vom Verkauf physischer Produkte hin zur Bereitstellung wertschöpfender digitaler Dienste. In diesem Kontext ermöglicht Clea Anwendungsfälle wie vorausschauende Wartung, reduzierte Betriebskosten, neue softwarebasierte Einnahmequellen und verbesserte Benutzererfahrung. „KI, Cybersicherheit, Digitalisierung und As-a-Service-Modelle“, schließt Mauri, „sind die Treiber der nächsten technologischen Revolution — eine, in der KI am Edge eine zentrale Rolle spielen wird.“

Eine solide Hardware-Roadmap und strategische Partnerschaften

„Alles, was wir bisher beschrieben haben — von Softwareplattformen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen — basiert auf einer soliden Hardware-Roadmap, die von SECO in enger Zusammenarbeit mit großen Siliziumanbietern wie Intel, Qualcomm, NXP und anderen entwickelt wurde“, erklärt Mauri. „Diese Kooperationen gehen weit über die kommerzielle Ebene hinaus: Sie stellen einen strategischen Pfeiler unseres Ökosystems dar und ermöglichen es uns, fortschrittliche Rechenkapazitäten direkt an den Edge zu bringen und die Leistung bereitzustellen, die erforderlich ist, um künstliche Intelligenz-Algorithmen lokal auszuführen. Wir sprechen sowohl über Leistung in Bezug auf TOPS (Trillionen von Operationen pro Sekunde) als auch über die Fähigkeit zur Echtzeit-Videoverarbeitung, die Schlüsselfaktoren für die nächste Generation industrieller Anwendungen sind.“ „Unsere Vision“, fährt Mauri fort, „beschränkt sich nicht darauf, einen innovativen Software-Stack anzubieten, sondern basiert auf vertikaler Integration zwischen Hardware und Software. Dieser Ansatz — ermöglicht durch strategische Partnerschaften und die Einführung neuer Prozessorfamilien, an denen wir bereits arbeiten — erlaubt es uns, zunehmend leistungsfähige Lösungen bereitzustellen, die bereit für KI am Edge sind.“

Ein konkretes Beispiel für diese Vision ist das neue Pi Vision 10.1 CM5, ein industrielles HMI basierend auf dem Raspberry Pi Compute Module 5 und integriert mit Clea OS. Entwickelt, um die Flexibilität des Raspberry Pi-Ökosystems mit der Zuverlässigkeit zu kombinieren, die in industriellen Umgebungen erforderlich ist, ermöglicht das Pi Vision 10.1 CM5 Entwicklern und OEMs, schnell vom Prototyp zur Produktion zu gelangen und künstliche Intelligenz direkt an den Edge zu bringen. Ein Gerät, das die Philosophie von SECO greifbar widerspiegelt: Hardware, Software und Dienstleistungen zu kombinieren, um vernetzte und intelligente Technologien zunehmend zugänglich zu machen.

KI als Treiber interner Innovation

Innovation bei SECO betrifft nicht nur Produkte — sie transformiert auch die Arbeitsweise des Unternehmens. Heute führt SECO künstliche Intelligenz in seine internen Prozesse ein, um Effizienz und operative Geschwindigkeit zu erhöhen. Durch eine Partnerschaft mit Google implementiert das Unternehmen eine Reihe von KI-Agenten — dedizierte KI-Modelle, die Menschen bei ihren täglichen Aktivitäten unterstützen. Das Ziel ist ehrgeizig: 80 % der internen Prozesse innerhalb der nächsten 12 Monate effizienter zu gestalten. Wie Mauri erklärt, „werden einige Aktivitäten, wie technische Dokumentation, weitgehend automatisch von KI-Systemen generiert und dann einfach von Ingenieuren überprüft. Bei der Codeüberprüfung wird KI eine Schlüsselrolle bei der Identifizierung von Fehlern oder der Vorschlag von Verbesserungen spielen. Und im Marketing und Vertrieb wird sie Teams unterstützen, indem sie Daten analysiert und Inhalte vorschlägt.“ KI-Anwendungen werden nicht im Büro haltmachen: Auch in der Produktion werden KI-Modelle in Echtzeit arbeiten, um Bediener zu unterstützen, Fehler zu reduzieren und Zeit und Prozesse zu optimieren. Das Ergebnis ist ein zunehmend intelligentes und kollaboratives Unternehmen, in dem Menschen und KI zusammenarbeiten, um Wert zu schaffen, Qualität zu verbessern und Wachstum zu beschleunigen.

Mit Blick auf die Zukunft stärkt SECO weiterhin seine Führungsposition als strategischer Partner für die Einführung transformativer Technologien im gesamten Industriesektor. Bereits weltweit präsent, strebt das Unternehmen an, seine Position in den Vereinigten Staaten, Europa und China weiter zu festigen und wird zu den Hauptteilnehmern der CES in Las Vegas im Januar 2026 gehören.

Künstliche Intelligenz am Edge ist bereits Realität: SECO arbeitet jeden Tag daran, sie zugänglich, sicher und skalierbar zu machen. Bitte kontaktieren Sie uns, um herauszufinden, wie Sie KI in Ihr Unternehmen bringen können.